EDE Steffen Eitner EDE Steffen Eitner

Steffen Eitner (24.11.1961) erfuhr in der Vorwende-Zeit von der Existenz der Sprache Esperanto. Das Bedürfnis nach Information sowie technisches Interesse (Funktechnik) führte ihn dann zum ersten Nachdenken über den Sinn einer neutralen Zweitsprache.

Der alltägliche Berlin-Zentralismus bei gleichzeitiger Verhöhnung der Bevölkerung des damals nicht vorhandenen Landes Sachsen in den DDR-Medien machte die Krise in der Gesellschaft unübersehbar.* In dieser Zeit arbeitete er ehrenamtlich im Bereich Denkmalpflege und konnte dadurch die Sächsische Geschichte unter anderem in der Frauenkirchruine im wörtlichen Sinn begreifen.

Nach der deutschen Einigung 1990 kam es zur Wiedergründung der Länder, von ihm sehr begrüßt und schon Jahre vorher vertreten.** Allerdings sah er auch die Herausforderung Europa. Diese aktuell gewordenen Fragen bei der europäischen Einigung führte ihn zwangsläufig wieder zum Thema Esperanto.

Längere Zeit war er als Elektronikfacharbeiter in der Dresdner Mikroelektronik tätig, deren besondere Stärke traditionell in der Entwicklung und Produktionseinführung von Halbleiterbauelementen liegt. Die aktuellste Ausbildung zum Mediengestalter (IHK) entspricht seinem Interesse an Gestaltung und wahrnehmbaren Aussagen im weiten Sinn. Wie soll angesichts der diversen Zielgruppen Esperanto-Werbung beschaffen sein? Das Thema Esperanto ist nicht eng auf eine bestimmte Altersgruppe, auf ein enges Lebensumfeld begrenzt.

Die verschiedenen Interessen haben also mit der Frage nach Identität zu tun. Seine Erkenntnis ist, dass er weder nur Dresdner, noch nur Sachse oder nur Deutscher ist, sondern auch Europäer und mehr. Sobald die Gesellschaft einen Teil davon unterdrückt, egal wie sie sich benennt, ist das Gleichgewicht gestört.

Viele Menschen leben ohne es wahrzunehmen in einer Welt der gekrümmten eigenen Identitäten. Dazu gehört das unreflektierte Annehmen einer von außen durch Macht begründeten Nationalsprache. Das ist schädlich für das Selbstverständnis einer Gesellschaft. Mit diesem Zustand gibt sich Steffen Eitner nicht zufrieden.

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